Freitag, 19. Dezember 2025 um 12.00 Uhr, Evangelische Kirche Wiesbaden-Bierstadt, Pfarrer-Ruhl-Platz 1 (vormals Venatorstraße) Der Link zur Karte
"Die Orgelpause" - Orgelmusik während des Wochenmarktes
20 Minuten Orgelmusik während des Wochenmarktes. Musik quer durch die Musikgeschichte und halb durch Europa. Thomas Schwarz spielt (und singt im Magnificat von Samuel Scheidt) an der Steinmeyer-Orgel der Evangelischen Kirche Wiesbaden-Bierstadt.
Adventliche Orgelmusik zum Magnificat im 9. Psalmton von Josef Gabriel Rheinberger (1893-1901) Orgelsonate op. 165 über den Tonus Peregrinus • Johann Sebastian Bach (1685-1750) "Lob sei dem allmächtigen Gott" EG 3 BWV 704 und 602, "Meine Seele erhebt den Herren" Fuga sopra Magnificat BWV 733
Im Eingangsbereich liegen die Konzertprogramme. Die Orgelpause findet derzeit etwa vierzehntägig statt. Bitte informieren Sie sich über diese Seite zu den nächsten Veranstaltungen.
Sonntag, 21. Dezember 2025 um 18 Uhr, Evangelische Kirche Wiesbaden-Bierstadt, Pfarrer-Ruhl-Platz 1 (vormals Venatorstraße) Der Link zur Karte
Drei Frauenstimmen für Josef Rheinberger - Vokal- und Orgelmusik der Romantik
Mus
ik für drei und vier Stimmen - Messe in A-Dur op. 126 "In nativitati Domine" von Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901) für drei Frauenstimmen und Orgel, Lieder und Gesänge der Romantik von Felix Mendelssohn sowie Orgelmusik u. a. von Rheinberger (aus der Sonate a-moll über den "Tonus Peregrinus").
Mit Heidi Heinrich (Sopran), Katrin Scheder (Mezzosopran) und Renée Jaschke (Alt), Gesang und Thomas Schwarz, Orgel
Die Messe A-Dur op. 126 für drei Frauenstimmen und Orgel stammt aus dem Jahre 1881. Sie gehört zu Rheinbergers Arbeiten für die Allerheiligen-Hofkapelle. Die Uraufführung fand in der Christnacht des Jahres 1881 durch den Komponisten statt. Das Werk hat eine lyrische, versöhnliche Grundstimmung. Zu den weiteren Stilmerkmalen Rheinbergers, die in allen Sätzen anzutreffen ist, gehört ihre liedhafte Melodik sowie eine Harmonik, die trotz einer Chromatik in Linie und Zusammenklang und trotz der zahlreichen Septakkorde und interessanter Modulationen ohne jede Schärfe ist. Die Führung der Singstimmen ist allezeit kantabel ond ohne extreme Höhen oder Tiefen. Diese Merkmale, gepaart mit Klangschönheit erheben das Werk weit über den Standard kirchlicher Gebrauchsmusiken.
Die Orgelsonate a-moll Nr. 4 op. 98 von Rheinberger zitiert im ersten Satz den "Tonus peregrinus", den 9. Psalmton als Thema, der 3. Satz, eine Fuge mit stark chromatischem Thema, schließt mit einer Reprise dieses Psalmtons ab. Damit steht diese Melodie, die sinnbildlich für das Magnificat steht, wie eine Klammer über der gesamten Sonate. Den 2. Satz bearbeitete Rheinberger 1888 auch als „Andante pastorale“ für Oboe und Orgel, sowie 1890 als 2. Satz „Die Hirten“ in der Weihnachtskantate „Der Stern von Betlehem“ op.164.

